Gabriele Klug                    Jin Shin Jyutsu 

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Stille die aus dem Herzen kommt...Innere Ruhe finden in einer la
uten Welt...
Auszug aus dem Buch von Thich Nhat Hanh

Die Welt ist voller Wunder und doch sind wir ständig auf der Suche nach Glück.
Das wir Leben und unsere Schritte auf die Erde setzen, ist an sich schon staunenswert, aber die meisten
von uns hetzen herum, als gäbe es anderswo doch noch etwas Besseres. Schönheit ruft uns täglich, stündlich, aber hören wir?
Um den Ruf der Schönheit hören und ihm antworten zu können, müssen wir zunächst einmal still sein, das ist die Grundbedingung. Solange wir keine Stille in uns haben, sondern Geist und Körper von Lärm erfüllt sind, hören wir den Ruf der Schönheit nicht.
In unserem Kopf spielt ein Radio und eingestellt ist der Sender NSD-Nonstop Denken. Es wird immer irgentetwas geplappert und wir haben keine Chance, den Ruf des Lebens, den Ruf der Liebe zu hören...Unser Herz ruft uns, aber wir hören nicht. Wir haben keine Zeit, auf unser Herz zu hören...
Achtsamkeit lässt die innere Geräuschkulisse abklingen. Ohne Achtsamkeit werden wir ständig von was hierhin und dorthin gezerrt-vor allem von der Vergangenheit, in der es ja immer etwas zu bedauern oder zu beklagen gibt. Wir geschäftigen uns mit längst Vergangenem und durchleiden die früher einmal erlebten Schmerzen immer wieder. So wird die Vergangenheit zum Gefängnis.
Auch die Zukunft lenkt uns ab. Wer der Zukunft mit Bangem entgegensiehr, sitzt genau in der Falle wie jemand, der sich nicht von der Vergangenheit lösen kann.Die Ungewissheit der Zukunft, verbunden mit Ängsten und Befürchtungen, macht uns taub für die Stimme des Glücks, und so wird die Zukunft dann ebenfalls eine Art Gefängnis.
Wir mögen uns bemühen, ganz im gegenwärtigen Augenblick zu sein, doch viele lassen sich ablenken und fühlen eine Art innere Leere. Wir sind voller Sehnsucht und warten auf irgentetwas oder erwarten etwas, das unserem Leben Aufschwung geben oder es ein bisschen spannender machen soll. Irgentetwas soll kommen und alles ändern, denn was eben jetzt der Fall ist, finden wir eher langweilig - nichts Besonderes oder Interessantes.
Achtsamkeit lässt sich als Glockenton beschreiben, bei dem wie innehalten und schweigen, um zu lauschen. Wir können zu diesem Zweck tatsächlich eine Glocke verwenden, aber jedes andere Zeichen tut es auch, sofern es und daran erinnert, dass wir und nicht von der äußeren un inneren Geräuschkulisse vereinnahmen lassen wollen. Beim Klang der Glocke halten wir inne. Wir verfolgen unseren Atem - einatmen, ausatmen - und schaffen Raum für Stille. Innerlich sagen wir: Beim Einatmen weiß ich das ich einatme. Beim Ausatmen weiß ich, dass ich ausatme. Bei diesem achtsamen Ein - und Ausatmen, wenn wir wirklich nur auf den Atem achten, können wir alles in uns zum Schweigen bringen, all das Wortgeklingel über Vergangenheit, Zukunft und unser Verlangen nach mehr.
Schon nach zwei drei Sekunden des achtsamen Atmens kann uns bewusst werden, dass wir lebendig sind und atmen. Wir sind da. Wir existieren.Dann verstummt der innere Lärm und es entstehtetwas Weiträumiges, der Raum einer kraftvollen und beredten Stille. Jetzt erreicht uns der Ruf der Schönheit ringsrum und wir antworten:
Ich bin hier. Ich bin frei. Ich höre dich.
Was bedeutet Ich bin hier? Es bedeutet: Ich existiere. Ich bin wirklich hier, weil nicht in der Vergengenheit, in der zukunft, in meinem Denken umherirre, nicht im inneren Lärm und nicht im äußeren Lärm. Ich bin hier.
Um wirklich zu sein, muss man frei sein, frei vom Denken, frei von Befürchtungen, frei von Angst, frei von  Verlangen. Ich bin frei, das sind gewaltige Worte und die Wahrheit sieht  so aus, dass sehr viele von uns nicht frei sind. Sie verfügen nicht über die Freiheit, die ihnen erlauben würde, zu hören, zu sehen und einfach zu sein...


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